|
|
 Bewertung:
- Ein durchschnittlich verdienendes Ehepaar, das sich gegen zwei Kinder entscheidet, erhält zum
Renteneintritt gegenüber der kindorientierten Familie eine "Belohnung" von
1,25 Millionen Euro.
- Selbst beim Modell der Bundesregierung (beide Eltern sind maximal
berufstätig) beträgt die "Belohnung" noch 1 Million Euro.
Dass es den Familien besser ginge, wenn beide Eltern arbeiten würden, ist
also ein Märchen.
- D.h. bei einem durchschnittlichen Einkommen machen die
Opportunitätskosten nur 20% der Gesamtkinderkosten aus.
- Wenn man also die extreme Ungerechtigkeit gegenüber Familien beseitigen
will, müssen die Existenzminima der Kinder von allen
Gesellschaftsmitgliedern getragen werden.
- Von staatlicher "Belohnung" zu sprechen ergibt sich aus der
Tatsache, dass es das staatliche Steuer- und Sozialabgabensystem ist, das
Kinderlosen dieselben Leistungen zuspricht wie Eltern, obwohl sie weitaus
weniger dafür aufgewandt haben.
Erläuterungen:
- Kindorientiert bedeutet, dass die Kinder außer Halbtages-Kindergarten
und Halbtages-Schule nicht institutionell betreut werden sondern sich beide
Eltern in der Betreuung der Kinder abwechseln und die Kinder somit in der
Familie aufwachsen.
Einzelheiten
siehe hier.
- Modell Bundesregierung bedeutet, dass beide Eltern bis auf die Zeit des
Elterngeldes maximal berufstätig sind.
Einzelheiten
siehe hier.
- Da beim Modell Bundesregierung beide Eltern maximal arbeiten, sind im
Vergleich zu Kinderlosen die
Opportunitätskosten niedriger. Der Unterschied zur Familie entsteht hier
nur durch die Existenzminima der Kinder und durch die
Kinderbetreuungskosten.
- Im kindorientierten Modell entstehen keine Kinderbetreuungskosten, dafür
aber Opportunitätskosten der Eltern durch die verminderte Erwerbstätigkeit.
Sie sind für die Sprünge nach Schuleintritt, weiterführender Schule und
voller Erwerbstätigkeit verantwortlich.
|